Wissenswertes über Tee
Lesen Sie Wissenswertes rund um das Thema Tee…
Ernte und Herstellung:
Der Teestrauch (lat. Camelia sinensis) gehört zur Familie der Theaceae (Teestrauchgewächse). Die immergrünen Sträucher sind heute kaum mehr als Wildform zu finden, sondern fast ausschließlich als Kulturpflanze. Die Blätter sind zuerst etwas behaart, was sich später verliert. Die Sträucher tragen braune, kapselförmige Früchte, deren Samen zur Speiseölgewinnung verwendet werden können.
Tee wird mehrmals jährlich geerntet, zum Teil sogar wöchentlich. Den besten Tee ergeben die jungen Triebe mit Blattknospe sowie die geschlossenen Spitzenblätter. Die Haupternte erfolgt nach wie vor durch Pflücken per Hand. Grüner Tee wird sofort nach der Ernte erhitzt und behält dadurch seine grüne Farbe. Fermentiert (Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen) man die geernteten Blätter erhält man schwarzen Tee.
Inhaltsstoffe:
Schwarzer Tee erhält Farbe und Namen auf Grund der entstandenen Gerbstoffverbindungen (Tannine, Proanthocyanidine), ist milder als grüner Tee, hat aber denselben Koffeingehalt. Epigallocatechine, die vor allem im grünen Tee vorkommen, gelten als sehr gesund. Beide Verarbeitungsvarianten haben bewiesene positive Effekte auf die Gesundheit. Antioxidativ, krebshemmend, gut für´s Herz-Kreislauf-System sind nur einige der Eigenschaften von Tee.
Teeanbaugebiete/ -sorten:
Über die Qualität und den Charakter des Tees entscheidet vor allem das Herkunftsgebiet. Sehr viele hochwertige Tees kommen aus Höhenlagen zwischen 2000 bis 2500 Metern, Darjeeling sogar bis 3000 Meter. Zu den berühmtesten Anbaugebieten zählen Assam und Darjeeling (Südhänge des Himalaja-Gebirges, Indien), Ceylon (Sri Lanka), Indonesien (z.B. Java-Tee) und China (z.B. Oolong-Tee). Aber auch andere Regionen produzieren hervorragende Tees: Vietnam, Japan (Japan Sencha, Matcha-Tee), Taiwan, Nepal, Kenia, …
Aromatisierte Tees:
Beispiel Jasmin-Tee:
Beim klassischen Jasmintee gibt man die noch geschlossenen (sie müssen vor Sonnenaufgang geerntet werden) frischen Jasminblüten, schichtweise in den Tee. Durch die Erwärmung am Tag öffnen sich die Blüten und versprühen so ihr Aroma. Nach einigen Stunden werden sie wieder heraus gesammelt. Je nach Teequalität wird dieser Vorgang bis zu sieben mal wiederholt.
“Trommel”-Verfahren:
Den Tee gibt man hierzu in eine Trommel und fügt dann, je nach Rezept, Blüten, Pflanzen, Gewürze oder Öle hinzu und mischt alles kräftig.
Je nach Art verwendet man dazu China- Ceylon- oder Indien-Tees, bei grünem Tee ist es reiner China oder Japan Tee; manchmal aber auch eine Mischung, ein sogenannter Blend aus Beiden.
Die Grundlage für Früchtetees bilden meist Hagebutte, Hibiskus, Orangeschalen, Apfelstücke, Holunderbeeren und sonstige Fruchtstückchen. Zum Verfeinern ergänzt man Blüten, Gewürze, Öle, Fruchtmark (Vorsicht wegen höherer Feuchte), kandierte gefriergetrocknete Früchte, Rosinen, Korinthen oder andere Geschmacksträger. Die Mischzeit sollte möglichst kurz sein, dass Blätter und Blüten nicht gebrochen werden. Meist wird während des Vermischens auch das gewünschte Aroma gleichmäßig mit einer Düse aufgesprüht.
Beispiele für weitere Geschmacksrichtungen: Orangenblüten und Schalen, Pfefferminze, Lemongras, Gewürze, Jasminblüten, Rosenblüten.
Beispiele für dekorative Zutaten: Malve blau, Rotsandelholz, Gänseblümchen, Pfingstrosenblüten,
Entwicklung neuer Geschmacksrichtungen:
1. Zusammenstellung des Rezeptes
2. Mischen und aromatisieren
3. Test 1: Direkt nach der Fertigung
4. Test 2: Einen Tag nach der Fertigung
5. Test 3: Drei Monate nach Fertigung
Erst wenn der Geschmack bei allen drei Tests konstant bleibt, kann die neue Kreation auch wirklich verkauft werden.
Aromatisierte Tees lassen sich ganz leicht selbst verfeinern, zum Beispiel:
Schwarzer Tee mit Vanillearoma: Rum und/oder Sahne
Früchtetee mit Orangensaft und einer Stange Zimt (kalt und heiss)
Rotbuschtee mit Fruchtaroma: mit Zitronenlimonade oder Sprudel (Super Kaltgetränk)
Japan Kirsch grün mit Sekt