Maltodextrin – Sportgetränk und Fettaustauschstoff
Seit 2010 werden in der EU Kartoffeln gentechnisch angebaut, auch wenn sie nicht als Lebensmittel verwendet werden. Ebenso ist die Stärke von Weizen und Mais etwas, das im Bereich der Gentechnik mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Der Stoff Maltodextrin wird enzymatisch aus Stärke gewonnen, weshalb auch dieser als Rohstoff für die Gentechnik in Frage kommt.
Maltodextrin, auch Maltrin genannt, wird wie gesagt aus Stärke gewonnen und ähnelt grundlegend anderen Dextrine. Kleine aber durchaus gravierende Unterschiede finden sich in der besonderen Zuckerzusammensetzung. Diese sorgt für eine Verbesserung der Schaumstabilität, weshalb die Zucker nicht auskristallisieren oder sich Eiskristalle bilden. Das sorgt dafür, dass Maltodextrin die Bildung von Fehlaromen verhindert, zum Lagerschutz, als Füllstoff und Stabilisator dient. Der breite Anwendungsbereich erstreckt sich auf Gewürze, Vitamine und Kaffeeweißer. Zudem wird Maltodextrin als Fettaustauschstoff bei kalorienreduzierenden Lebensmitteln und als Verdickungsmittel bei Süßwaren, Fleischwaren, Kindernahrung und Fertigsuppen genutzt. Hinzu kommt natürlich die seit langem sehr beliebte Verwendung im Kraftsport, wo Maltodextrin in Pulverform als Ergänzungsmittel genutzt wird.
Nach der Herstellung handelt es sich um sprühgetrocknetes Pulver. In Verbindung mit Wasser wird Maltodextin dann zu einer trüben Flüssigkeit, die sich besonders für Sportgetränke eignet. Dadurch kann intensives Krafttraining verbessert werden, weshalb gerade in den Bereich Bodybuilding und Kraftsport zu Maltodextrin gegriffen wird. Interessant ist, dass eigentlich alle Produkte, die Stärke aus gentechnischen Produkten enthalten, dahingehend gekennzeichnet werden. Für Maltodextrin ist dieser Aspekt noch nicht vollends geklärt, weshalb viele Produkte in diesem Fall bisher keine Kennzeichnung aufweisen.